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Zweite Pleite in Folge

Bericht vom 16.04.2018 (Hilko Schwitters)

Quelle: Ostfriesischer Kurier

Ohne Leistungsträger Lücken und Rossow ist TuRa chancenlos gegen Wilhelmshaven II

Dass er im März seinen 17. Geburtstag feiern konnte, hat Daniel Schrainer nach seiner Punktspielsaison in der B-Jugend jetzt das große Debüt bei den Verbandsliga-Männern von TuRa Marienhafe beschert. Just der im Rückraum frech aufspielende Youngster gehörte mit seinen fulminanten fünf Toren als bester Werfer der Brookmerlander und seinen schönen Anspielen zu den wenigen Lichtblicken an diesem tristen Handballabend in der Kurt-Knippelmeyer-Halle. Dort mussten die Gastgeber eine empfindliche 20:38-Klatsche (7:18) gegen den in allen Belangen überlegenen Tabellenfünften Wilhelmshavener HV II schlucken. Während die Gäste ihren Erfolgslauf fortsetzen, muss TuRa die Pleite schnell abhaken und sich auf die drei folgenden wegweisenden Partien gegen Kontrahenten vom Tabellenende konzentrieren. Gegen die Jadestädter ereilte Marienhafe der nahezu größtmögliche Ausfall: Mit dem verletzten Keno Lücken und dem ortsabwesenden Sören Rossow fehlten zwei wichtige Leistungsträger, die TuRa in der Abwehr Stabilität verleihen und im Rückraum Akzente setzen. So hielten die Gastgeber mit einem jungen Aufgebot dagegen, den körperlich überlegenen Jadestädtern konnten sie aber nicht das Wasser reichen. Ähnlich wie zuvor beim 19:30 gegen den heimstarken VfL Fredenbeck zerplatzte früh die Hoffnung auf eine Überraschung. Gegen die defensive 6:0-Abwehr der Gäste fand TuRa ohne Wurfgewalt im Rückraum und lange auch ohne Ideen keine Mittel, rannte sich oft fest. So dauerte es bis zur 13. Minute, ehe der erste Torerfolg per Siebenmeter gelang. Eigentlich war der Drops bereits beim 1:8 in der 15. Minute gelutscht. Denn die auf allen Positionen gutbesetzten Wilhelmshavener waren für TuRa einfach nicht zu stoppen. Zum Schreckgespenst entwickelte sich der große Kreisläufer Thorben Hackstein, der auch hohe Anspiele einfach mit einer Hand fing und einnetzte, mit neun Treffern. Häufig waren die Gastgeber gegen die überlegene Zweitliga-Reserve zu spät zur Stelle. Folgen waren zehn Zeitstrafen und zehn Siebenmeter, die Jonas Koch allesamt verwandelte. Ballgewinne in der Abwehr und Gegenstöße, um die Zementabwehr des Favoriten bei mangelnder Durchschlagskraft zu umgehen, gab es nicht zusehen. So gelangen in Durchgang eins nur sieben Tore. Unabhängig vom hohen Rückstand beim 12:25 (40.) oder 16:31(50.) stärkte das tolle Marienhafer Publikum seiner Mannschaft den Rücken. Jetzt gilt es, die Nackenschläge schnell abzuschütteln. „Wir wissen, um was es in den nächsten drei Spielen geht“, sagte TuRas Spielertrainer Helmut Kramer.

TuRa Marienhafe: Spinneker, Jacobs –Peters, Neumann (4), Kramer (2), Tido Poppinga (3), Folkerts, Remmer Janssen (1), Jörn Janssen, Bron, Menke Poppinga (2), Krüger, Speckmann (3), Schrainer (5).