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Warten auf den Wiederanpfiff

Bericht vom 03.02.2021 (Hilko Schwitters)

Volle Halle, gute Stimmung, Musik die aus den Boxen dröhnt – das alles durften die Herrenhandballer von TuRa Marienhafe das letzte Mal am 07. März 2020 in der heimischen Kurt-Knippelmeyer Halle erleben. Da gab es eine bittere 32:37 Niederlage gegen den Wilhelmshavener SSV. Danach wurde der Spielbetrieb ausgesetzt und die Schützlinge von Klaus Näckel hielten sich im „Home-Office“ fit. 

Im August dann das langersehnte Wiedersehen. Eine 12-wöchige Vorbereitung stand auf dem Programm und es wurde hart für die neue Saison gearbeitet. Nach nur einem Auswärtsspiel gegen die HG Jever/Schortens (32:28), wurde die Saison gestoppt und auch das Training eingestellt. Die Spieler trainierten daraufhin individuell bis zum Ende des Jahres. Für die Torhüter Enno de Wolf und Hilko Schwitters, erarbeitete Torwart -Trainer Detlef Loos ein umfangreiches Trainingsprogramm. Jeden Dienstag und Donnerstag schwitzten die zwei Keeper im „Home-Office“. Anfang des Jahres wurde noch eine Schippe draufgelegt und das Training wurde zusätzlich auf den Samstag ausgeweitet. Dazu müssen die Keeper Schwitters und de Wolf ein Ernährungs- sowie Flüssigkeitsprotokoll führen, damit die Daten vom Trainer ausgewertet werden können. Alle Trainingseinheiten werden gefilmt und dem Trainer online zur Verfügung gestellt. Nach der Analyse gibt es ein Feedback und gegebenenfalls Verbesserungstipps zu den Übungen. „Für uns ist das mittlerweile Normalität geworden“, so Hilko Schwitters. „Detlef wohnt in Mönchengladbach und kam vor dem Lockdown regelmäßig nach Marienhafe, um dann das Training vor Ort anzubieten. Wenn er nicht in Ostfriesland war, haben wir unser Training auch schon in der Halle gefilmt und ihm das Online zur Verfügung gestellt.“ Das Trainingsprogramm macht sich bezahlt und Fortschritte sind erkennbar. Enno de Wolf, der zu Beginn der Saison ein TuRani wurde, fügt hinzu: „Es ist schon bemerkenswert wie viel Arbeit in das Training gesteckt wird, daher zahlen wir mit ordentlichen Trainingsfleiß viel zurück.“ Erfreulich ist zudem das sich Ole Spinneker seit geraumer Zeit dem Torhüterduo angeschlossen hat. Spinneker studiert noch in Göttingen, schließt aber eine Rückkehr nach Ostfriesland im Sommer nicht aus. Detlef, der eigentlich schon in die Handballrente gegangen ist, hat sich noch mal entschlossen in dieser Saison als Trainer zu unterstützen und führt an: „Durch Corona mussten wir uns nun ein Projekt suchen, das ich vorher in der Form auchnoch nicht gemacht habe. Alle sind hochmotiviert und jeder zeigt ein hohes Maß an Eigenmotivation.“ 

Für die Feldspieler ging es bis Ende des Jahres in Eigenregie weiter, bis Klaus Näckel Mitte Dezember einen Trainingsplan aufgestellt hat. Seit Januar wird zusätzlich zum Trainingsplan, Dienstags ein gemeinsames Online Training angeboten. Neben der sportlichen Aktivität, wird dabei auch das Mannschaftsgefühl gestärkt und der Austausch untereinander bleibt bestehenden. Bis es dann hoffentlich bald wieder in die Halle geht. 

Ähnlich wie bei den Herren läuft es auch bei den Damen. Die Damen durften in dieser Saison noch nicht eingreifen. Daher hat Trainer Tobias Ihben seine Mädels auch dazu verpflichtet, so gut es geht sich in Eigenregie fit zu halten. Zusätzlich bietet er auch einmal die Woche ein Online Training an. „Der Großteil der Mannschaft nimmt daran teil, wir haben immer eine Menge Spaß dabei“, merkt Ihben an.

Wann es genau für die TuRa Mannschaften wieder losgeht, oder ob es wieder los geht, steht noch in den Sternen. Der Handball-Verband-Niedersachsen wird am 15. Februar 2021 über das weitere Vorgehen beraten.