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Ein Neuzugang und drei Rückkehrer bei TuRa

Bericht vom 23.07.2021 (Hilko Schwitters)

Quelle: Ostfriesischer Kurier

Handball-Landesligist Marienhafe läutet Vorbereitung auf Saison mit hartem Abstiegskampf ein

Wenn am 18. September die neue Handballsaison 2021/22 für sie mit einem Heimspiel gegen den TV Schiffdorf eingeläutet wird, beginnt für die junge Herrenmannschaft von TuRa Marienhafe ein hartes Jahr im Abstiegskampf der Landesliga Nord-West. Zwei Regelabsteiger wird es in der Elfer-Staffel auf alle Fälle treffen. Dazu droht über die Relegation der Gang nach unten. Durch das zukünftige Streichen der Landesklassen fallen die Absteiger diesmal allerdings besonders tief bis in die Regionsoberliga. Um gewappnet zu sein, trainieren die Marienhafer während der Sommerferien in der Kurt-Knippelmeyer-Halle durch, die geöffnet bleibt. „Die Jungs ziehen mit. Die Freude darüber, dass wieder Handball gespielt werden kann, ist groß. Alle sind motiviert“, lobt TuRa-Trainer Klaus Näckel den Hunger auf neue Herausforderungen. Nach dem Wegfall der Corona-Beschränkungen stiegen die Marienhafer bei entsprechenden Auflagen prompt wieder ins Hallentraining ein. Die Vorbereitung im vergangenen Jahr wurde nicht belohnt. Es konnte nur ein Spiel bei der HG Jever/Schortens ausgetragen werden, schon zwang die Pandemie zum Saisonabbruch. Einzeltraining und gemeinsame Online-Übungseinheiten folgten über Wochen und Monate, ehe endlich wieder der Handball zum gemeinsamen Training in die Hand genommen werden durfte. „Wir sind zur Eingewöhnung nur mit dem Ball gestartet, um zu schauen, was noch da ist und was nachgelassen hat“, erklärt Näckel. Mit einem zweitägigen Trainingslager in der eigenen Halle läutete TuRa jetzt offiziell die Vorbereitung ein. Dabei stand auch eine Leistungsdiagnostik auf dem Programm. Näckel und Co- sowie Torwarttrainer Detlef Loos sahen gute Ansätze ebenso wie Bedarf, was nach einer so langen Pause ohne handballspezifische Übungseinheiten auf der Hand liegt. „Mit Ball lief es gut genauso wie beim Spielauftakt. Die Wurfkraft hat nachgelassen, auch handballspezifische Bewegungen und dazu die Explosivität. Doch alles hält sich im Rahmen: „Ich hätte mehr Nachholbedarf erwartet.“ Den Spielern hat das Wochenende „riesigen Spaß gemacht“, so Kapitän Tido Poppinga: „Es standen unbequeme Dinge wie Leistungstests auf dem Programm, aber auch zum größten Teil viele Übungen mit dem Ball. Da fällt es dann deutlich leichter, Sprints hinzulegen.“ Das gelungene Trainingslager stärkte überdies die Gemeinschaft. Drei Rückkehrer und ein Neuzugang gehören zum Aufgebot: Torhüter Ole Spinneker ist vom MTV Geismar zurückgekommen. Nach zwei Kreuzbandrissen tritt Spielmacher Luc Neumann wieder an. Der zwei Meter große Kreisläufer Janik Glave, der bei Roger Scheweling in der Jugend gespielt hatte, ist von einem einjährigen USA-Aufenthalt wieder da. Nach seinem Umzug nach Norden hat Kevin Pintscher sich TuRa angeschlossen. Der Linkshänder spielte zuletzt beim Verbandsligisten TV Neerstedt. Mit 29 Jahren bringt der Rückraumspieler wertvolle Erfahrung mit in das junge Marienhafer Aufgebot, in dem die meisten Spieler 20 oder 21 Jahren alt sind. Der Freitag wird in der Saison wieder ein wichtiger Trainingstag. Denn studien- beziehungsweise berufsbedingt gibt es Abgänge. Nach ihrem Abitur streben Torhüter Enno de Wolf ein Studium in Hannover und Lutz Bohlken ein duales Studium in der Lüneburger Heide an, wobei der große Rückraumspieler ab Januar in Oldenburg erwartet wird. Wilt Kurtz geht zur Bundeswehr nach Flensburg. „Alle haben ihren Willen signalisiert, weiter für Tura zu spielen“, sagt Näckel. Abzuwarten bleibt, ob online oder in Präsenz studiert wird. Verabschiedet wurde Leonard Maaß, der mit seiner Familie an den Bodensee gezogen ist. Dreimal pro Woche wird jetzt weitertrainiert, auch wenn immer wieder Spieler urlaubsbedingt fehlen. Ab Mitte August sollen erste Freundschaftsspiele folgen. Anfang September ist ein Spiel-Wochenende geplant und darauf noch ein Trainingslager. Bis zum Saisonstart will TuRa seinen Stil entwickelt haben. Denn Näckel weiß: „Wir haben eine kleine Mannschaft. Da müssen wir schnellen Handball spielen.“ 

 

140 Videoclips - Online-Training bei TuRa
Wer sich in den Urlaub oder studien- beziehungsweise arbeitsbedingt verabschiedet, verliert den Draht zu TuRa nicht. Auch nach der Corona-Pause bieten die Trainer Klaus Näckel und Detlef Loos den Marienhafer Handballern weiter viel Material, um sich selbstständig fit zu halten: „Wir kommen jetzt schon auf 140 Videoclips mit verschiedenen Übungsformen. Etliche mehr werden dazukommen“, sagt Näckel, Per Handy können die Beiträge überall abgerufen und genutzt werden. TuRas Torhüter trainieren schon längere Zeit damit. Näckel: „Am Ende sollen sie allen Marienhafer Teams zur Verfügung stehen.“