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TuRas Staffelstab stetig weitergeben

Bericht vom 23.07.2021 (Hilko Schwitters)

Quelle: Ostfriesicher Kurier

22-jähriger Jugendkoordinator Leon Neumann Aktivposten in Marienhafes Handballsparte

Wenn die fünf-köpfige Familie Neumann aus Upgant-Schott zusammensitzt, geht es in ihren Gesprächen oft um Handball. Dabei spielt die zweigeteilte Fan-Leidenschaft des Haushaltes in THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt eine Nebenrolle. Bei den Eltern Neumann und ihren drei Kindern dreht sich sportlich vielmehr alles um TuRa Marienhafe. Dort ist der 22-jährige Leon Neumann als Spieler, Schiedsrichter und vor allem als Nachwuchstrainer, stellvertretender Jugendwart sowie Jugendkoordinator auf vielen Bühnen mit verantwortlichem Posten zu sehen. Der Lehramtsstudent ist früh in diese Aufgaben hineingewachsen und geht voll darin auf: „Die TuRa-Familie ist eine schöne Gemeinschaft. Ich tue das, weil ich das gern mache und man selbst sieht, was dabei entsteht“, sagt Leon Neumann zu seinem vorbildlichen Einsatz in der Nachwuchsarbeit. Dabei schätzt er, dass so viele ehrenamtliche Kräfte in der Handball-Hochburg Marienhafe gemeinsam an einem Strang ziehen. „Was Leon leistet, ist Gold wert für uns“, lobt Abteilungsleiter Tido Poppinga. „In meinen Augen ist er zu einer der wichtigsten Personen in unserer Handballabteilung geworden.“ Über seinen Bundesfreiwilligendienst (BFD) hat Leon Neumann einen tiefen Einblick in die TuRa-Sparte gewonnen. Als die Marienhafer unter der Regie ihres Herrentrainers Klaus Näckel ein neues Entwicklungskonzept für die Handballabteilung vorantrieben, war das Eigengewächs genau der richtige Mann für den Posten des Jugendkoordinators für den weiblichen und männlichen Bereich. Dabei behält Leon Neumann stets den Gesamtüberblick über die vielen Nachwuchsteams von TuRa und weiß so auch, welcher Spieler wo aushelfen kann. Bei Bedarf unterstützt er die Jugendwarte und -trainer. Als Ansprechpartner – auch von außen – ist er gut vernetzt. Die Nachwuchsgewinnung hat er sich ganz oben auf die Fahne geschrieben. Gerade bietet TuRa wieder ein Training für die Minis an. Bis seine vorlesungsfreie Zeit bei seinem Studium im Oktober endet, soll die Gruppe der Jüngsten sowie der weiblichen und männlichen Jugend E gestärkt werden. Der junge Jugendkoordinator weiß darum, wie wichtig ein stabiles Fundament für die Zukunft ist. Seine Ansätze dabei: „Ich möchte die Zusammenarbeit mit den Grundschulen intensivieren und ältere Jugendspieler oder Eltern motivieren und sie dabei anleiten, sich bei der Arbeit mit den Jüngsten einzubringen.“ Über den Einsatz im Nachwuchssport hat Leon Neumann seinen Berufswunsch entdeckt. Im vierten Semester studiert er in Oldenburg Mathematik und Sport auf Grundschullehramt. Der Gedanke reifte beim Arbeiten mit den Handball-Kindern: „Mein BFD-Jahr hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Die Kinder bewegen sich, haben Spaß daran und man sieht, wie sie sich entwickeln. Da hat sich bei mir der Wunsch etabliert, Grundschullehrer zu werden“, erklärt der TuRa-Aktivposten. Dass er sich mit viel Freude fleißig in der Marienhafer Sparte einbringt, zeigte sich indes schon viel früher. Ob zum Beispiel Knippelmeyer, Poppinga, Spinneker, Tuinmann oder eben Neumann, bei den TuRa-Handballern wirken von jeher ganze Familien mit. Mutter Mine Neumann spielte früher selbst bis zur Oberliga. Sie arbeitet im Arbeitsausschuss der Abteilung mit, kümmert sich ums Catering im TuRani-Raum und in der Kurt-Knippelmeyer-Halle und fungiert als Co-Trainer sowie Betreuerin. Vater Steffen Neumann hat an der Seite von Bernd Tuinmann als Coach begonnen, als seine Söhne mit dem Handball loslegten, und den Trainerschein abgelegt. Zuletzt betreute er die weibliche Jugend B von TuRa, wo seine Tochter Jule spielt, die ein Auslandsjahr in Texas plant. Mit seinem eineinhalb Jahre jüngeren Bruder Luc Neumann, der als Jugendlicher bis zur Niedersachsen-Sichtung kam, spielte Leon Neumann immer wieder in Nachwuchsteams von TuRa bis zur Landesliga. Nach zwei Kreuzbandrissen fungierte Luc Neumann als Athletiktrainer und plant jetzt seine Rückkehr als Spieler. Dass Großvater Werner Neumann über satte 45 Jahre hinweg als Volleyballtrainer aktiv war, scheint mächtig abgefärbt zu haben. Leon Neumann jedenfalls unterstützte seine Mutter und deren Trainerkollegin Hanne Lüpkes schon als 14-Jähriger, als seine Schwester noch bei der E-Jugend spielte. „Erst habe ich das Aufwärmen betreut. Dann bin ich mit der Mannschaft als Trainer gestartet“, blickt er zurück. Ob Bernd Tuinmann, sein eigener Vater Steffen Neumann, Jens Mennenga oder Sören Rossow, Leon Neumann hat als Jugendspieler namhafte TuRa-Größen als Coach genossen. Ob Schiedsrichterschein, Grundlehrgang Kinderhandball oder die Trainer-C-Lizenz in Hannover, seinen Einsatz untermauert er mit Fachwissen. Während des BFD betreute er Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 18 Jahren. Seinen Schlüsselbund hat er nach Dienstende behalten, denn der Handball bei TuRa füllt weiter viele Stunden seiner Freizeit. Selbst spielt Leon Neumann in der zweiten Herrenmannschaft und assistiert hier Trainer Frank Freese. Bei der weiblichen Jugend B hilft er dem Coach Heino Peters. Als Jugendkoordinator steckt er den Rahmen für den Spielbetrieb ab und legt dabei viel Wert auf den regelmäßigen Austausch mit den Trainern. Die Aquaristik und das Entdecken von alternativen Sportarten sind weitere Hobbys. Langeweile kommt beim Fan von Jim Gottfridsson somit gewiss nicht auf. Ähnlich wie der Flensburger Vorzeigeprofi packen er und seine Familie an, damit der Staffelstab der TuRa-Handballer an die nächste Generation weitergegeben werden kann.