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TuRa kassiert 25:26-Niederlage in letzter Sekunde

Bericht vom 04.10.2017 (Hilko Schwitters)

Quelle: Ostfriesischer Kurier

Tabellenführer TvdH Oldenburg nutzt umstrittenen Siebenmeter zum glücklichen Heimsieg

Marienhafe ärgerte den Gastgeber nach Kräften und lag zwischenzeitlich deutlich vorn.

„Das Spiel haben wir vergeigt. Da war auf alle Fälle mehr drin.“ Das erneut enge Rennen gegen den TvdH Oldenburg hätten die Verbandsliga-Handballer von TuRa Marienhafe in den Augen ihres Trainers Victor Pliuto diesmal für sich entscheiden müssen. Schließlich gaben die Brookmerlander bis zum 12:7 in der 25. Minute den Ton an und erkämpften sich auch im turbulenten zweiten Durchgang eine späte 23:20-Führung (52.). Doch in den Schlussminuten mussten die Gäste den Tabellenführer doch noch mit einem hauchdünnen Vorsprung ziehen lassen. Durch einen umstrittenen Siebenmeter in letzter Sekunde verlor TuRa am Freitagabend in der Sporthalle am Brandsweg in Eversten unglücklich mit 25:26 (13:12). Mit jetzt 2:6 Punkten rangieren die Marienhafer auf Platz elf. Damit kassierten die Brookmerlander die dritte knappe Niederlage gegenden TvdH Oldenburg in Folge. Dabei schafften sie es allerdings, die Nummer eins der Liga nach Kräften zu fordern. TuRa wusste die starke Offensive der Hausherren, die mit durchschnittlich 34 Treffern pro Partie glänzt, im Zaum zu halten. In der ersten Halbzeit beherrschten die Marienhafer beim Spitzenreiter lange das Geschehen. Über die volle Zeit allerdings konnten sie das hohe Niveau nicht halten. „Bei uns ist die erste Sieben stark gefordert. Das ist sehr kräftezehrend“,  erklärt Pliuto. Das Stammaufgebot von TuRa forderte die Oldenburger enorm, den verdienten Punkt brachte es aber nicht ins Ziel: „Bei der hohen Beanspruchung ging da in den letzten sieben, acht Minuten vieles schief.“ Dabei standen die Brookmerlander ganz kurz vor dem möglichen Unentschieden. Die letzte Minute in Eversten hatte es in sich: Da erzielt Matthias Huesener das 25:24 für Oldenburg. TuRa nimmt eine Auszeit. Die fruchtet sofort. Denn Nico Krüger gleicht postwendend zum 25:25 aus. Augenblicke später erhält Tido Poppinga eine Zeitstrafe. TuRa ist aber wieder in Ballbesitz. Der letzte Angriff von Marienhafe fruchtet indes nicht. Krüger will den folgenden schnellen Freiwurf der Gastgeber an deren Neunmeterlinie verhindern und damit einen Gegenstoß. Dafür sieht der Kreisläufer die Rote Karte. Die neue Regel zu den letzten 30 Sekunden eines Spiels beschert den Oldenburgern überdies einen Siebenmeter. Den verwandelt Andrius Gerve als letzte Aktion der packenden Partie zum glücklichen Sieg von TvdH. Die Marienhafer protestieren vergeblich bei den Schiedsrichtern Carsten Kupski und Robert Oldenburg. Für Pliuto handelte es sich nicht umein grobes Foul: „Die Aktion war zudem in der Nähe des Oldenburger Tores.“ Letztlich hatten die Gäste den Ballgewinn clever provoziert: In den letzten zehn Minuten stellten sie für die Aktivposten Jonas Speckmann und Keno Lücken jeweils einen Sonderbewacher ab. Als TuRa bei seinem letzten Angriff für Torhüter Stefan Spinneker einen Feldspieler bringen wollte, war der Ball im Angriff bereits verloren. Dabei lief es so lange rund bei den Marienhafern: Sie erwischten einen tollen Start und hängten den Tabellenführer zunächst deutlich ab. Jörn Janssen warf das 7:1 (11.) heraus. Auch in der Folgezeit behielten die Gäste die Zügel lange fest in Händen. „Bei uns war fast jeder Angriff erfolgreich. UnsereAbwehr stand gut und Stefan hat einige Bälle gehalten“, lobt Pliuto. Eine späte Auszeit stellte die Weichen für Oldenburg: Bei einer Manndeckung für Lücken lief es nicht mehr in TuRas Angriff. Ballverluste nutzte TvdH zu Gegenstößen und verkürzte schon zur Pause. Dem 16:14 (40.) für die Gastgeber hielt TuRa über 20:20 (50.) erneut eine Führung entgegen. Für den so nahen, verdienten Zähler fehlten Marienhafe nur wenige Sekunden.

TuRa Marienhafe: Spinneker, Haneburger, Jacobs – Peters, Tido Poppinga (3), Rossow(3), Lücken(3/1), Jörn Janssen(4), Menke Poppinga, Krüger (5), Speckmann (6/2), Strube (1).